Tourenplaner 3D: Wanderung und Kompass-Übung planen

Plane deine Wanderung oder deine Kompass-Übung im 3D-Gelände, kostenlos und ohne Anmeldung. Der Tourenplaner von Survivalfreunde berechnet Strecke, Höhenmeter und Gehzeit, zeigt Wasserstellen, Schutzhütten, Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten entlang der Route und erstellt dir für Kompass-Übungen eine fertige Marschtabelle mit Marschzahl, Strich und Doppelschritten.
Zwei Planungsarten: Wanderung und Kompass-Übung
Wanderung auf Wegen: Du setzt Start, Ziel und Zwischenpunkte, die Route folgt automatisch Wanderwegen und Pfaden. Ideal, wenn du eine Tour für Familie, Freunde oder deinen Hund vorbereitest.
Kompass-Übung in Luftlinie: Du setzt Posten, zwischen denen bewusst kein Weg berechnet wird. Für jede Etappe erhältst du die Marschzahl in Grad (die Missweisung ist bereits eingerechnet), den Wert in Strich nach der 6400er-Teilung, die Entfernung und die Zahl deiner Doppelschritte. Ausgedruckt wird daraus ein Tourenblatt mit Marschtabelle zum Abhaken. Genau das, was du für eine Orientierungsübung im Gelände brauchst.
Wofür du den Tourenplaner nutzen kannst
Mit der Kompass-Übung
- Schnitzeljagd zum Kindergeburtstag: Setze fünf bis acht Posten rund um einen Wanderparkplatz, drucke die Marschtabelle aus und verstecke an jedem Posten ein Rätsel oder einen Teil des Schatzes. Die Kinder laufen mit Kompass und Doppelschritten von Posten zu Posten. Mit der Rundtour-Funktion endet die Jagd wieder am Start.
- Orientierungsausbildung für Bundeswehr, Reservisten und Behörden: Plane einen Orientierungsmarsch mit Marschzahlen in Grad und Strich und hinterlege die Schrittlänge deiner Gruppe. Per Link teilst du die Übung mit Ausbildern, als GPX-Datei kommt sie aufs GPS-Gerät zur Kontrolle. Geeignet auch für Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungshundestaffeln.
- Autarke Orientierungsübung für dich selbst: Übung zu Hause planen, Tourenblatt ausdrucken, Handy in den Rucksack und nur mit Karte und Kompass los. Danach vergleichst du deinen aufgezeichneten Weg mit der geplanten GPX-Datei. So trainierst du Orientierung ohne Netz, eine Kernfähigkeit für jede Survival-Situation.
- Pfadfinder, Jugendgruppen und Schulklassen: Kompasskunde für Wandertag, Zeltlager oder Erdkundeunterricht. Die Marschtabelle lässt sich für mehrere Gruppen ausdrucken, die Posten können Lehrer oder Gruppenleiter vorab legen.
- Teambuilding und Firmenevents: Mehrere Teams laufen dieselben Posten in unterschiedlicher Reihenfolge. Wer zuerst alle Kontrollpunkte gefunden hat, gewinnt.
- Nachtorientierung: Eine kurze, bekannte Strecke tagsüber planen und nachts mit Stirnlampe, Kompass und Doppelschritten erneut ablaufen. Die beste Übung, um die eigene Schrittlänge und das Gefühl für Entfernungen zu schärfen.
- Survival- und Bushcraft-Kurse: Teilnehmer erreichen das Camp nicht über den Weg, sondern über Marschzahlen. Wasserstellen und Schutzhütten aus der Karte helfen bei der Planung.
Mit der Wanderung auf Wegen
- Familienwanderung: Stelle Erwachsene und Kinder ein. Der Planer rechnet mit Kindern einen Zeitzuschlag ein, zeigt den Wasserbedarf für alle und warnt, wenn die Tour zu lang wird.
- Wandern mit Hund: Der Hunde-Check bewertet Länge, Höhenmeter, Asphaltanteil, Treppen, Wasserstellen, Naturschutzgebiete und Wege mit Hundeverbot. In der Brut- und Setzzeit erinnert er an die Leinenpflicht.
- Mehrtagestour und Trekking: Hotels, Pensionen, Campingplätze, Trekkingplätze und Hütten in Routennähe werden angezeigt. Liegt kein Supermarkt oder Bäcker an der Strecke, siehst du es sofort und kannst Trekkingnahrung und Kocher einplanen.
- Notfallvorsorge: Plane deinen Fußweg zum Sammelpunkt oder zu einem Ausweichquartier, falls Auto und Handynetz ausfallen. Tourenblatt ausdrucken und zu den Notfallunterlagen legen.
- Rucksacktraining: Finde Strecken mit genau den Höhenmetern, die du für die Vorbereitung auf einen Gepäckmarsch oder eine Alpentour brauchst.
- Touren für Gruppen und Vereine: Wanderführer und Vereine erstellen ein Tourenblatt mit Dauer, Höhenprofil, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten und teilen die Tour per Link.
- Aussicht und Erlebnis: Aussichtspunkte, Türme und Gipfel entlang der Route lassen sich direkt als Wegpunkt übernehmen. Mit „Tour abfliegen“ siehst du die Strecke vorab im 3D-Gelände.
Anleitung: In 8 Schritten zur fertigen Tour
- Tourenplaner öffnen und „Karte laden“ klicken. Erst nach deiner Zustimmung werden Karte, Gelände und Routing geladen. Ein Konto brauchst du nicht.
- Gebiet finden. Gib oben einen Ort, Gipfel oder Wanderparkplatz ein oder klicke in die Deutschlandkarte, um hineinzuzoomen. Mit dem Standort-Knopf springst du zu deiner Position.
- Planungsart wählen. „Wanderung“ für eine Route auf Wegen, „Kompass-Übung“ für Posten in Luftlinie. Mit dem Häkchen „Rundtour“ endet die Tour wieder am Start.
- Punkte setzen. Jeder Klick in die Karte setzt einen Wegpunkt oder Posten. Punkte lassen sich mit der Maus verschieben, ein Doppelklick löscht sie.
- Gruppe einstellen. Erwachsene, Kinder und Hunde. Daraus berechnet der Planer die Gehzeit nach DIN 33466 mit Pausen, den Wasserbedarf und die passende Ausrüstung.
- Ergebnis prüfen. Du siehst Strecke, Auf- und Abstieg, höchsten und tiefsten Punkt, das Höhenprofil, die Hundetauglichkeit und alles Sehenswerte, alle Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten entlang der Strecke.
- Für Kompass-Übungen: Marschtabelle anpassen. Die Missweisung ist für deinen Standort voreingetragen, prüfe sie bei Bedarf. Trage deine Doppelschritte je 100 Meter ein: Miss dazu einmal 100 Meter ab und zähle, wie oft dein linker Fuß aufsetzt. Typisch sind 60 bis 70.
- Tour mitnehmen. „GPX speichern“ für Handy-App oder GPS-Gerät, „Link teilen“ für Mitwanderer und „Tourblatt drucken“ für die Papierversion mit Karte, Kennzahlen und Marschtabelle.
Die Marschzahl richtig einstellen
Die Marschzahl in der Tabelle ist bereits die magnetische Richtung, also die Zahl, die du direkt am Kompass einstellst. Drehe die Kompassdose auf die Marschzahl, halte den Kompass waagerecht vor dem Körper und drehe dich, bis die Nadel im Nordpfeil der Dose steht. Jetzt zeigt die Marschrichtung auf deinen nächsten Posten. Peile ein markantes Ziel in dieser Richtung an, gehe hin und zähle dabei deine Doppelschritte. Wer mit einem Kompass mit Strich-Teilung arbeitet, nutzt die Spalte „Strich“.
Ausrüstung für deine Tour
Der Tourenplaner schlägt dir passend zur Tour Ausrüstung aus unserem Shop vor: Kompass für jeden Teilnehmer der Kompass-Übung, Stirnlampe für lange Touren, Trinkflaschen für die berechnete Wassermenge, Trekkingnahrung und Kocher, wenn keine Einkaufsmöglichkeit an der Strecke liegt, und ein Zeckenwerkzeug wie das Swiza Tick Tool für Mensch und Hund.
Wichtig zu wissen
- Der Tourenplaner ist eine Planungshilfe. Wege können gesperrt oder verändert sein, Angaben zu Wasserstellen und Unterkünften stammen aus offenen Daten und können veraltet sein.
- Nimm immer eine Karte und einen Kompass mit. Ein Handy kann leer werden oder kein Netz haben.
- Kompass-Übungen in Luftlinie führen querfeldein. Achte auf Privatgrund, Naturschutzgebiete, Jagdbetrieb und Wegegebote und plane die Posten so, dass sie legal und sicher erreichbar sind.
- Die Missweisung ist aus deinem Standort geschätzt. Für Ausbildungszwecke gleiche sie mit dem Wert auf deiner topografischen Karte ab.
Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Alle Quellen und Nutzungsbedingungen findest du direkt im Tourenplaner.